Evangelische Kirchengemeinde

            Wiesenburg

Willkommen auf unseren Seiten

  Unsere Kirchen

 

Das Vaterunser

Das Grundgebet der gesamten Christenheit

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

GKR Wahl 2013

Im Oktober 2013 wurde der neue Gemeindekirchenrat gewählt.

Der gewählte GKR besteht aus folgenden Personen

 

Frau I. Klembt; 

Frau S. Gramenz, 

Herr H. Kempin, 

Herr M. Wilke, 

Frau Müller, 

Herr U. Hein, 

Herr U. Friedrich, 

Herr J. Spatzier, 

Herr Koch, 

Frau M. Flechsig, 

Frau Wendt, 

Herr Pfeiffer, 

Frau Hahne, 

Frau Werner,  

Herr F. Jakubowski

 

Ersatzkandidatin ist: Frau I. Iversen

 
 
Der Gemeindekirchenrat hat folgende Ausschüsse  mit folgenden Kandidaten gebildet: 
 
Bauausschuss: M. Wilke, J. Spatzier, H. Kempin, U. Friedrich, Herr Koch
 
Finanzausschuss: F. Jakubowski, I. Klembt, M. Wilke, J. Spatzier
 
Folgende weitere Funktionen wurden vergeben:
 
Gemeindesekretärin: I. Klembt
 
Beauftragter für Pachtangelegenheiten: F. Jakubowski und nicht GKR Mitglied Herr Fischer

 

 
 
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Austausch der Kirchenglocke in Schlamau

Im Glockenstuhl der Kirche in Schlamau hat eine wichtige Vorarbeit für die geplante Elektrifizierung des Geläutes begonnen: Der Austausch der Stahljoche gegen Holzjoche. Die Schlamauer Glocken hatten im 20. Jahrhundert verkröpfte, also in U-Form gefertigte Stahljoche bekommen, die jedoch durch ihre Hebelwirkung eine bedenklich starke Kraft auf die Glocken ausübten und auf die Dauer für die alten Glocken schädlich sind. Diese werden, wo es nur möglich ist, wieder zurückgebaut und durch die Holzjoche in der traditionellen Form ersetz, die sich seit Jahrhunderten bewährt haben. Die Arbeiten sind zum größten Teil durch Spenden finanziert worden, für die an dieser Stelle noch einmal gedankt werden soll.

 

 

Restauration der Reetzer Orgel

Von der Reetzer Orgel ist derzeit nur noch das Gerüst übrig, denn sie wird endlich saniert. Mitarbeiter der Firma Hüfken aus Halberstadt sind dabei, die Orgelpfeifen zu reinigen und alles, was defekt ist, wieder instand zu setzen. Viele der Teile sind wurmstichig und verbeult und bedürfen einer Spezialbehandlung. Das betrifft auch die Bälgchen und Membranen. Letztere sind noch im Originalzustand von 1904, so Matthias Goddenridge, aber extrem wichtig. Durch den Luftdruck auf die Membranen werden die darüber liegenden Kegel angehoben, so dass die Orgel Töne hervorbringt. Auch die gesamte Windanlage wird geprüft, bei dieser geht durch kleine Löcher viel verloren. Das Spielwerk unter dem Orgeltisch muss teilweise repariert werden.

 Die Orgel ist eine Kombination aus Pneumatik und Mechanik. Erbaut wurde sie 1904 von Orgelmeister Johann Eifert in Stadtilm und ist somit 113 Jahre alt. Es handelt sich um ein Orgelwerk mit 15 klingenden Registern, verteilt auf zwei Manuale und Pedal. 1975 wurde die Orgel, von der Firma, Gebr. Voigt aus Bad Liebenwerder saniert und repariert. Bei dieser Orgel handelt es sich um ein ganz besonderes Exemplar, was es unbedingt zu erhalten gilt. Sie ist eine der wenigen pneumatischen Orgeln der Region. Als bedeutender Teil der Orgellandschaft des Hohen Flämings hatte die Orgel in Reetz immer Bedeutung über die gottesdienstliche Nutzung hinaus als Konzertinstrument. Sie ist in das kulturelle Leben des Ortes und der Region mit einbezogen. Die Orgel der Kirche in Reetz dominiert mit ihrem dreifeldrigen Prospekt die gesamte Westseite des Innenraumes der aus dem Mittelalter stammenden und für ein Dorf ungewöhnlich großen Kirche. Sie ist Teil der 1904 vorgenommenen Neugestaltung des Innenraumes. Das gesamte Instrument ist noch original erhalten, und Zeugnis der hochromantischen Orgelbaukunst.

Mit Fördermitteln und Eigenanteilen geht es nun in die Sanierung. Dazu steuert der Bund 10.000 Euro Fördermittel bei, die Mittelbrandenburgische Sparkasse 5.000 Euro. Der Rest der etwa 32.600 Euro teuren Sanierung kommt mit ca. 5.100 Euro aus der Kirchengemeinde und 12.500 Euro vom Verein „Miteinander – Füreinander“.

Wenn das alles saniert worden ist wird die Orgel wieder mit einem einzigartigem Klang Ihrem Namen „Königin der Instrumente“ gerecht und die Zuhörer in Ihren Bann ziehen.

 

Ein Gesangbuchregal und Schriftentisch

..... in einem Stück ist dem Gemeinderaum in Wiesenburg gestiftet worden. Es handelt sich dabei um das Meister- oder Abschlussstück von Alexis Hue aus Nantes in Frankreich. Er war im letzten Jahr bei der Tischlerei Spatzier in Wiesenburg auf der Walz (Wanderschaft). Organisiert und vermittelt werden die Einsatzorte von der französischen Wandergesellschaft Compagnons du devoir, über die Dirk Spatzier auch schon in Frankreich war. Die Wanderschaft dauert 3 Jahre. Der Dank der Kirchengemeinde geht an Herrn Hue für die Arbeitszeit, die er dafür eingebracht hat und an die Firma Spatzier für das Material.

Graffiti-Urheber gesucht

 

Dies ist kein Steckbrief der Polizei, sondern der Versuch, ein ganz spezielles Kapitel der Ausstattung der Wiesenburger Kirche vor der Vergessenheit zu bewahren.

Sie finden sich an der Brüstung der Orgelempore und im Turm an der Tür, wo früher die Seile zum Läuten hingen: eingeritzte Buchstaben für Namen und kleine Bildchen, darunter Kirchen, eine Mühle und ein Cowboy. Die Brüstung der Orgelempore ist besonders betroffen.

Hier saßen, wie in vielen Kirchen, wohl die Konfirmanden. Oder wer auch immer. Es wäre interessant, zu wissen, wer diejenigen waren, die sich hier verewigt haben. Vielleicht gibt es dazu Geschichten. Wer etwas weiß, melde sich im Pfarramt in Wiesenburg. Vielleicht können wir dazu mal eine kleine Ausstellung gestalten.

 

 

Antependien gestiftet

 

Am Karfreitag konnten wir in der Kirche in Wiesenburg das letzte noch fehlende Antependium in Gebrauch nehmen. Wir danken an dieser Stelle Frau Rose, dass sie uns dieses und davor auch die Antependien in den Farben für alle Sonn- und Festtage gefertigt und gestiftet hat. Die liturgischen Farben an Altar und Kanzel sind ein Stück bewusst gelebter Tradition.

 

 

Sanierung der Reetzer Orgel in Aussicht

Die Orgel in der Reetzer Kirche ist etwas Besonderes und kann zu Recht als „alte Dame“ bezeichnet werden, denn sie ist 113 Jahre alt. Sie wurde 1904 von Orgelmeister Johann Eifert in Stadtilm gebaut. Es handelt sich um ein Orgelwerk mit 15 klingenden Registern, verteilt auf zwei Manuale und Pedal. 1975 wurde die Orgel, von der Firma, Gebr. Voigt aus Bad Liebenwerder saniert und repariert. Bei dieser Orgel handelt es sich um ein ganz besonderes Exemplar, was es unbedingt zu erhalten gilt. Sie ist eine der wenigen pneumatischen Orgeln der Region. Gewöhnlicher weise funktioniert  eine Orgel mechanisch. Das bedeutet: wenn man eine Taste oder ein Pedal an der Orgel betätigt öffnet man dadurch direkt das Ventil der Orgelpfeife und ein Ton erklingt. Diese Eigenschaft führt dazu, dass man beim betätigen der Taste oder des Pedals einen größeren Widerstand überwinden muss. Je größer die Orgel umso größer der Widerstand. Dies ist bei der Reetzer Orgel nicht so. Wenn man hier eine Taste oder ein Pedal betätigt wird ein Luftstrom freigesetzt welcher das Ventil öffnet. Aus diesem Grund spielt sie sich selbst, trotz ihrer Größe, leicht wie eine Feder. Diese Orgelbauweise ist sehr selten  und macht diese Orgel zu einem besonders wertvollen Instrument. Reparaturen an dieser Orgel sind aus besagtem Grund auch sehr kostenintensiv. Als bedeutender Teil der Orgellandschaft des Hohen Flämings hatte die Orgel in Reetz immer Bedeutung über die gottesdienstliche Nutzung hinaus als Konzertinstrument. Sie ist in das kulturelle Leben des Ortes und der Region mit einbezogen. Die Orgel der Kirche in Reetz dominiert mit ihrem dreifeldrigen Prospekt die gesamte Westseite des Innenraumes der aus dem Mittelalter stammenden und für ein Dorf ungewöhnlich großen Kirche. Sie ist Teil der 1904 vorgenommenen Neugestaltung des Innenraumes. Das gesamte Instrument ist noch original erhalten, und Zeugnis der hochromantischen Orgelbaukunst. Nun ist auch die vom Holzwurm befallene Pedalklaviatur ausgefallen. Wegen undichter Membrane steht nicht genügend Luft zur Verfügung. Nur noch ein geringer Teil der Pfeifen kann so zu Gehör gebracht werden. Als bedeutender Teil der Orgellandschaft des Hohen Flämings hatte die Orgel in Reetz immer Bedeutung über die gottesdienstliche Nutzung hinaus als Konzertinstrument. Sie ist in das kulturelle Leben des Ortes und der Region mit einbezogen. Worin genau das Problem besteht, erläutert Florian Jakubowski: „Mehrere Register der Orgel erzeugen so genannte Heuler, stellen den Ton also nicht mehr ab. Die gesamte Fußklaviatur klemmt an mehreren Stellen und funktioniert nicht mehr. Das obere Manual ist nicht mehr voll bespielbar. Die Belederungen der Orgel sind verschlissen so dass die Orgelpfeifen gar nicht mehr den vollen Luftstrom nutzen können. Der Spieltisch muss gereinigt werden genauso wie einige Holzpfeifen und Zinnpfeifen repariert oder ausgebessert werden müssen, wobei dies Arbeiten sind, die bei Orgeln ca. alle dreißig Jahre anfallen. Wichtig ist schlussendlich noch das die Pneumatik gereinigt und eventuell noch ein neuer Kompressor installiert werden muss.“  Seit September ist auch die vom Holzwurm befallene Pedalklaviatur ausgefallen. Wegen undichter Membrane steht nicht genügend Luft zur Verfügung. Nur noch ein geringer Teil der Pfeifen kann so zu Gehör gebracht werden. Als bedeutender Teil der Orgellandschaft des Hohen Flämings hatte die Orgel in Reetz immer Bedeutung über die gottesdienstliche Nutzung hinaus als Konzertinstrument. Sie ist in das kulturelle Leben des Ortes und der Region mit einbezogen.

Nun kann endlich Abhilfe geschaffen werden. Mit Fördermitteln und Eigenanteilen geht es in die Sanierung. Die Maßnahme sieht den und Ausbau und die Reinigung aller Orgelteile vor, dann die Reparatur und Aufarbeitung der Pfeifen, die Instandsetzung und teilweisen Erneuerung der Membrane und schließlich die Intonation und Stimmung des Instruments. Dazu steuert der Bund 10.000 Euro Fördermittel bei, die Mittelbrandenburgische Sparkasse 5.000 Euro. Der Rest der etwa 32.600 Euro teuren Sanierung kommt mit ca. 5.100 Euro aus der Kirchengemeinde und 12.500 Euro vom Verein „Miteinander – Füreinander“.

Wenn das alles saniert worden ist wird die Orgel wieder mit einem einzigartigem Klang Ihrem Namen „Königin der Instrumente“ gerecht und die Zuhörer in Ihren Bann ziehen.

 

Einweihung des Kirchenbildes am Volkstrauertag 2016

Nach mehr als  eineinhalb Jahren filigraner Arbeit konnte am Volkstrauertag das restaurierte Gemälde im Eingangsbereich der Reetzer Kirche mit einer feierlichen Andacht eingeweiht werden. Knapp 7300 Euro hat die Instandsetzung gekostet, finanziert aus Zuwendungen der Kirche und des Denkmalschutzes, der Kirchengemeinde und aus Spenden. Das Bild wurde Anfang der 50er Jahre vom Kirchenmaler Dittebrand geschaffen. Es ist die Umrahmung der Gedenkstätte für die Kriegsgefallenen des 2. Weltkrieges. Im Gegensatz zu denen aus dem 1. Weltkrieg, die meist prunkvollere Denkmäler im Außenbereich der Kirche haben, wurde der Gefallenen des 2. Weltkrieges nur im Inneren der Kirchen gedacht. Zu DDR Zeiten war ein offizielles Gedenken zum Volkstrauertag nicht erwünscht, ebenso wie Besuche in der Kirche. So verwitterte das schöne Bild im Laufe der Jahre. Der Beginn der Arbeiten 2015 zeigte, dass es höchste Eisenbahn war, denn der Bestand musste erst gesichert werden, ehe die eigentlichen Arbeiten beginnen konnten. Restaurator Udo Drott aus Bad Belzig und Ehefrau Petra mussten wie Chirurgen vorgehen, damit der noch vorhandene Putz nicht von den Wänden fiel und noch mehr zerstörte. Mit kleinen Spritzen, gefüllt mit Injektionsmörtel, wurden die Schäden behandelt. Dieser musste aushärten, so dass erst in diesem Jahr mit den eigentlichen Arbeiten begonnen werden konnte. Es bekam allerdings nicht alles einen neuen Anstrich. In erster Linie ist es die Schrift, sowie das Jesusbild in der Mitte. Nun erstrahlt das Bild wieder in fast altem Glanz. Jetzt steht schon das nächste Projekt an, so Pfarrer Stephan Schönfeld. Es ist endlich genug Geld vorhanden, um die Orgel der Reetzer Kirche instand setzen zu können. Die alte Dame ist wirklich in die Jahre gekommen und konnte zu Veranstaltungen und zu Gottesdiensten nur noch bedingt bespielt werden. Ortsvorsteherin Marion Gante übergab bei der Andacht ebenfalls eine Spende des Ortsbeirates für die Restaurierung der Orgel.

 

Das Kirchenbild in Reetz ist fast fertig

Beim Öffnen der Kirchentür der Reetzer Kirche sieht man als erstes über der Eingangstür zum Kirchenschiff die auf der Weltkugel sitzende Heilandsgestalt. Rechts und Links davon Bilder und Sprüche aus der Offenbahrung des Johannes. Zur Linken und zur Rechten schön gemauerte Sockel, darüber die Namentafeln der Gefallenen. Auf den Sockeln je ein schmiedeeiserner Leuchter. Alles passt sich dem Charakter des Raumes an, dessen Beschaffenheit aus natürlichem Felsgestein mit schweren schmiedeeisern beschlagenen Eichentüren und holzgeschnitzten Balkenverzierungen einer besonderen Lösung bedurfte. Die Durchführung der künstlerischen Arbeiten lag in den Händen des Kirchenmalers Dittebrand, der dazu vom kirchlichen Bauamt Potsdam beauftrag war.

Diese Auszug aus der Zeitschrift Potsdamer Kirche aus dem Jahr 1952 zeigt doch den Stolz auf die Einrichtung der Gedenkstätte für die Kriegsgefallenen des zweiten Weltkriegs in der Reetzer Kirche. Jedoch ging die Zeit nicht spurlos an dem schönen Wandbild vorüber. Udo Drott beeindruckt vor allem, dass es zu einer Zeit gemalt wurde, als die Menschen wirklich noch andere Sorgen hatten als ein neues Kirchenbild. Inzwischen hatte die Putzoberfläche gebröselt und die Malschicht sich abgelöst. Teilweise waren große Schollen herausgebrochen. Grund dafür könnten der starke feuchte Luftzug durch die alte Tür sein ebenso wie fehlende Dämmung an der Rückseite des Bildes, da dort die Empore befestigt ist. Deshalb musste Restaurator Udo Drott aus Bad Belzig im vergangenen Jahr zuerst den Bestand  konservieren. Die Kirchen in Raben und Rädigke profitierten bereits von seinem Können.  Die betroffenen Stellen wurden vorsichtig mit in einer kleinen Spritze befindlicher Flüssigkeit, sogenanntem Injektionsmörtel, behandelt. Dieser mussten aushärten, ehe er weiter machen konnte. Dann begann die eigentliche Sisyphusarbeit, nämlich die fehlenden Stellen wieder aufzufüllen, die fehlende Schrift und großflächige Lücken zu ergänzen. Besondere Vorsicht war im oberen Bereich geboten. Dort waren große Lücken hinter dem bemalten Putz, die bei zu starkem Andrücken abbröckeln hätten können. So wurden die Teilflächen erst mit Papier kaschiert, dann mit dem Injektionsmörtel grundiert und mit einem Schwung angedrückt. Wie man heute sieht, war dieses Verfahren von Erfolg gekrönt, die fehlenden Flächen sind wieder hergestellt. Jetzt ist Udo Drott gemeinsam mit Ehefrau Petra dabei, wieder Farbe an das Gemälde zu bringen. Die Art der Retuschierungsarbeiten wurde von der Denkmalbehörde vorgeschrieben, auch wenn Petra Drott es vielleicht anders gemacht hätte. Es bekommt allerdings nicht alles einen neuen Anstrich. In erster Linie ist es die Schrift, die in Teilbereichen bereits wieder gut lesbar ist, sowie das Jesusbild in der Mitte. Zum Volkstrauertag soll das restaurierte Bild mit einem Gottesdienst neu eingeweiht werden.

Einladungen zu Ostern....

Osternacht in Wiesenburg

In diesem Jahr soll es eine Osternacht mit der Taufe von Konfirmandinnen in der Kirche in Wiesenburg geben. Die genaue Zeit dazu steht noch nicht fest.

Osterspaziergang und Gottesdienst in Schlamau

Am Ostermontag wird wieder zum Osterspaziergang von Wiesenburg nach Schlamau eingeladen. Wir treffen uns um 13.00 Uhr auf dem Goetheplatz und laufen dann durch die Rummel nach Schlamau, wo um 14.00 Uhr der Ostergottesdienst stattfindet. Anschließend wird in die Gaststätte zum Kaffee geladen.

 

und zu Himmelfahrt

Gottesdienst im Spring

Den Himmelfahrtstag am 5. Mai wollen wir auch in diesem Jahr wieder draußen in der Natur, im Spring, mit einem Gottesdienst feiern. Beginn ist 11.00 Uhr. Wer gemeinsam mit dem Fahrrad von Wiesenburg fahren möchte: Abfahrt: 10.00 Uhr ab Pfarrhaus.

 

Sanierung der Orgel in Reetz

Der Zustand der Orgel in der Kirche in Reetz lässt seit Jahren ihre ganze Klangfülle nur noch erahnen, besonders, seit im vergangenen Herbst auch noch das obere Manual ausfiel. Dabei handelt es sich um ein beachtenswertes Instrument, das 1904 von der thüringischen Orgelbaufirma Eifert in Stadtilm gebaut wurde. Damals kamen pneumatische Orgeln auf, aber die Entwicklung war noch nicht abgeschlossen. So hat die Reetzer Orgel die Besonderheit, dass die Verbindung von Tasten und Pfeifen pneumatisch geschieht, die Registerzüge jedoch noch mechanisch.

Die Instandsetzung und Restaurierung der Orgel, die für dieses Jahr geplant ist, wird etwa 31.300 € kosten. Von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse haben wir bereits eine Zusage über 5.000 €, vom Verein „Miteinander-Füreinander“ aus Reetz eine über 12.500 €. Von der Kirchengemeinde sind noch etwa 11.000 € aufzubringen. Dafür erbitten wir Spenden:

Empfänger: KKV Potsdam-Brandenburg

IBAN: DE 56 520604100103909859

BIC: GENODEF1EK1

Verw.zweck: RT 5267 Spende Orgel Reetz

Spendenquittungen werden selbstverständlich ausgestellt. Möge die Orgel in Reetz am Jahresende wieder in ihrer vollen Klangfülle zu hören sein.

 

Reformationsbuch

Im kommenden Jahr begehen wir den 500. Jahrestag des Beginns der Reformation. In unserem Kirchenkreis soll es dazu ein Buch geben, das mit Beiträgen die Reformation in unserer Region darstellt. Gebraucht werden dazu neben heimatgeschichtlichen Beiträgen über die Anfänge der Reformation in unseren Orten auch Zeugnisse der Wirkungsgeschichte. Dazu zählen: Lutherstatuen, Bilder, Karten mit regionalem Bezug. Es kann auch Kitsch sein.

Wer etwas hat, melde sich bei Pfr. Dr. Schönfeld in Wiesenburg, Tel.: (033849) 50290

kleine Lutherstatue in Reetz

 

Der kleine Weihnachtschor

Der gelenkige Schlenker und die torkelnde Tante – nein, bei der Probe des Wiesenburger Kirchenchors wird kein Alkohol konsumiert. Die Wortspiele gehören zum Aufwärmritual. Ebenso wie die Gymnastik und Atemübungen. Auch wenn es zu Beginn einer Probe eher nach Sportstunde aussieht, diese Übungen sind wichtig, so Thekla Schönfeld. Gerade, wenn man abends von der Arbeit kommt und ein bisschen fertig ist.

Der kleine Chor besteht inzwischen aus etwa 13 Mitgliedern, 5 Männer und 8 Frauen. Einige kommen aus dem gemischten Chor Wiesenburg. Irmgard Klembt, Sekretärin der Kirchengemeinde, ist da sehr rege, neue Mitglieder zu werben. Wer irgendwann einmal Interesse bekundet hat, wird jetzt angerufen. So kommen immer wieder neue Sänger dazu. Deshalb gibt es in diesem Jahr auch noch nicht so viele Auftritte, da die Neuen immer erst das lernen müssen, was die Alten schon können. Geprobt wird jeden Donnerstag um 18 Uhr im Pfarramt.

Der erste Auftritt findet am 4. Dezember statt. In der Jeseriger Hörbuchkirche wird wieder vorgelesen und der kleine Kirchenchor wird die Veranstaltung umrahmen. Am Heiligen Abend treten die Sängerinnen und Sänger mit weihnachtlichen Liedern zum Spätgottesdienst um 22 Uhr in der Wiesenburger Kirche auf. Auch ein Gemeindenachmittag soll noch stattfinden. „Wir hoffen, dass alle dabei bleiben und wir im kommenden Jahr mehr Veranstaltungen machen können“, so Irmgard Klembt. Im Moment ist alles noch im Aufbau.

 

Die Restaurierung hat begonnen

Beim Öffnen der Kirchentür sieht man als erstes über der Eingangstür zum Kirchenschiff die auf der Weltkugel sitzende Heilandsgestalt. Rechts und Links davon Bilder und Sprüche aus der Offenbahrung des Johannes. Zur Linken und zur Rechten schön gemauerte Sockel, darüber die Namentafeln der Gefallenen. Auf den Sockeln je ein schmiedeeiserner Leuchter. Alles passt sich dem Charakter des Raumes an, dessen Beschaffenheit aus natürlichem Felsgestein mit schweren schmiedeeisern beschlagenen Eichentüren und holzgeschnitzten Balkenverzierungen einer besonderen Lösung bedurfte. Die Durchführung der künstlerischen Arbeiten lag in den Händen des Kirchenmalers Dittebrand, der dazu vom kirchlichen Bauamt Potsdam beauftrag war. Diese Auszug aus der Zeitschrift Potsdamer Kirche aus dem Jahr 1952 zeigt doch den Stolz auf die Einrichtung der Gedenkstätte für die Kriegsgefallenen des zweiten Weltkriegs in der Reetzer Kirche. Jedoch hat der Zahn der zeit kräftig an dem schönen Wandbild genagt. An viele Stellen ist der Putz ab bzw. lose. Jetzt endlich kann alles mit Hilfe von Fördermitteln durch das Landesdenkmalamt und der Unteren Denkmalschutzbehörde restauriert werden. Derzeit ist Restaurator Udo Drott aus Bad Belzig dabei, erstmal den bestand zu konservieren. Die betroffenen Stellen werden vorsichtig mit in einer kleinen Spritze befindlichen Flüssigkeit behandelt. Diese muss nun aushärten, ehe er weiter machen kann. Danach beginnt die eigentliche Sysiphusarbeit, nämlich die fehlenden Stellen wieder aufzufüllen, die fehlende Schrift und großflächige Lücken zu ergänzen. Besondere Vorsicht ist im oberen Bereich geboten. Dort sind große Lücken hinter dem bemalten Putz, die bei zu starkem Andrücken abbröckeln könnten. Udo Drott ist sich jedoch sicher, dass das Gemälde zu retten ist. Die Kirchen in Raben und Rädigke profitierten bereits von seinem Können. Ihn beeindruckt vor allem, dass es zu einer Zeit gemalt wurde, als die Menschen wirklich noch andere Sorgen hatten als ein neues Kirchenbild. Jetzt ist erste einmal Geduld gefragt. Die aufgebrachte Konservierung muss aushärten, bei normalen Temperaturen mindestens 6 Wochen, jetzt im Winter wohl noch etwas länger. So wird es erst im kommenden Jahr mit den Arbeiten weiter gehen.

 

Die Medewitzer Turmkugel

Öffnet man bei Restaurierungsarbeiten an Kirchen eine Turmkugel, erhofft man sich, wenn auch nicht gleich einen Schatz, so zumindest Informationen und Gegenstände aus der Bauzeit der Kirche. Die Medewitzer Turmkugel war indes leer wie eine aufgegessene Konservenbüchse. „ Na ja, nicht ganz“, meinte Pfarrer Stephan Schönfeld schmunzelnd, „ein paar Spinnweben waren schon drin“. So soll es beim erneuten Öffnen der Kugel nicht sein. Deshalb haben sich Bauherren, Handwerker und Kirchenmitglieder am vergangenen Freitag nach Medewitz aufgemacht, um die Kugel zu füllen und wieder zu verschließen. In zwei Kupferrohre wurden aktuelle Dokumente getan wie Bauzeichnungen, Berichte über die Sanierung, ein „Kirchenfenster“, Münzen und Visitenkarten und eine Ausgabe der MAZ vom 30. Oktober 2015. Letztere wollte sich auf Grund der Dicke der Ausgabe wegen dem bevorstehenden Feiertag nicht so richtig zusammenrollen lassen. Aber die kräftigen Handwerkerhände von Dachdeckermeister Dirk Bösecke haben es dann doch geschafft. Nachdem die Kupferbehälter von ihm verschlossen waren, kam der schwierigste Teil – der Aufstieg über das Gerüst auf den Turm. Gemeinsam wurden die Zeugnisse unserer Zeit in die Turmkugel gelegt und fachmännisch verschlossen.

Vier Jahre hat der Kampf um Fördermittel gedauert, um das historische Gemäuer restaurieren zu können. Bereits seit 2 Jahren können die Glocken nur noch an Feiertagen geläutet werden, die Konstruktion des Turms ist marode, das Dach undicht. Auch hat sich der Turm etwas geneigt, wird aber wohl in der Stellung belassen werden.  Zurzeit ist man ein wenig im Rückstand mit den Arbeiten. Das hat damit zu tun, dass einige Schäden am Gebälk und am Mauerwerk erst während der Bauarbeiten entdeckt wurden. In die Balken hat sich viel Feuchtigkeit gezogen, so dass sie ausgetauscht werden müssen. Jetzt konnte erst das notwendige Holz bestellt werden. Der Nässe im Sockel soll durch Anbringen von Dachrinnen und einer Kiesschüttung entgegengewirkt werden. Die Kosten des Gesamtprojektes belaufen sich auf etwa 165000 €. Neben den Eigenleistungen der Kirchengemeinde, finanziert unter anderem durch Spenden der Kirchenmitglieder, stammt dieser Betrag aus Förderungen der Stiftungen Maßwerk und Denkmalschutz, aus Fonds der Evangelischen Kirche, des Kreises Potsdam-Mittelmark sowie der Bundesregierung – wofür Frank-Walter Steinmeier (SPD), der hiesige Wahlkreisabgeordnete im Bundestag, seinen Namen gegeben hat.

In Vorbereitung der Sanierungsarbeiten ergab sich auch noch ein anderer Aspekt. Da es zur Kirche nur durch ein kleines Gartentor geht, fehlte eine Baustellenzufahrt. Neben der Kirche stehen eine alte Scheune und auch das alte fast schon eingefallene Küsterhaus. Beides samt Grundstück gehörte dem Landesbetrieb für Straßenwesen und wurde von diesem der Kirchengemeinde zu Kauf angeboten. Der ortsansässige Bauunternehmer Andre Brückner spendete das Geld für den Kauf und wird die Gebäude mit sanieren. Er hat sich lediglich ein Wohnrecht im Küsterhaus vorbehalten. Im Gebäude können nun sanitäre Anlagen eingerichtet werden. „Außerdem hätten wir endlich eine Winterkirche“ freut sich Matthias Wilke jetzt schon.

 

 

Diamantene Konfirmation in Reetz

Vor nunmehr  60 Jahren standen sie schon einmal im Altar der Reetzer Kirche. Damals wurden 32 Schüler aus Reetz und mehrere aus den umliegenden Orten mit ihrer Konfirmation in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen. Am vergangenen Sonntag wurden viele Erinnerungen an damals wach.

Alma Friedrich erinnert sich:

Nach dem eigentlichen Gottesdienst an den Sonntagen fand immer noch ein Kindergottesdienst statt. Diesen leitete nicht der Pfarrer selbst, sondern die Katechetin Frieda Großkopf. Jedes Kind hatte ein kleines Heftchen, in das bei jedem Besuch ein Stempel gedrückt wurde. Außerdem gab es jedes Mal ein Bild aus der Bibelgeschichte zum mit nach Hause nehmen. Frieda Großkopf erzählte den Kindern anschaulich die Geschichten aus der Bibel. Konnte man einmal nicht zum Kindergottesdienst, schaute man beim nächsten Mal etwas neidisch auf den Nachbarn, der nun ein Bild mehr als man selbst hatte. Den Konfirmandenunterricht leitete der damalige Pfarrer Günther Thal. Es musste sehr vie auswendig gelernt werden. Besonderer Wert wurde auf die 10 Gebote gelegt. Diese wurden ganz spontan immer wieder abgefragt, so dass die Kinder aus dem Stehgreif antworten mussten. Trotzdem liebten alle den Unterricht. Pfarrer Thal verstand es, den Kindern die Bibelgeschichten so nahe zu bringen, dass man am Ende wirklich daran geglaubt hat. Zur Zeit des Unterrichts wurde auch Pfarrer Thals Tochter Barbara geboren. Wenn die Kinder zum Unterricht erschienen, saß er meist mit dem Kinderwagen in der damals noch existierenden Laube, schaukelte stolz das Baby und sagte: „Guckt mal da, guckt mal da, hier ist unsere kleine Barbara“. Nach dem Konfirmandenunterricht musste vor den Kirchenoberen eine Prüfung abgelegt werden. Dazu gab es ein extra feines Kleid. Alma Friedrich erinnert sich – ihres war weinrot. Zu Konfirmation war es Tradition, in schwarz zu gehen, die Jungen im Anzug, die Mädchen im Kleid. Dieses düstere war gar nichts für Alma Friedrich. Sie liebte immer leuchtende und frohe Farben und hat nie verstanden, warum grade zu so einem freudigen Ereignis schwarz getragen werden musste.  Deshalb war sie auch froh, dass diese Tradition nicht weiter geführt wurde. Ihre Tochter konnte bei ihrer Konfirmation schon ein farbenfrohes Kleid in orange tragen. Auch das mit den Geschenken war längst nicht so wie heute. Geld gab es höchstens von den Paten, ansonsten gab es eher praktische Dinge, wie zum Beispiel Taschentücher oder etwas für die spätere Aussteuer.

Nun sind 60 Jahre vergangen. Pfarrer Stephan Schönfeld segnete alle noch einmal, jeder erhielt eine Urkunde als Andenken. Beim gemeinsamen Mittag und Kaffee trinken wurde in Erinnerungen geschwelgt und derer gedacht, die diesen Tag nicht mehr miterleben konnten.

Wandbild in Reetz kann restauriert werden

 Am Eingang der Kirche in Reetz, im Turmuntergeschoss befindet sich ein Wandbild, das über die gesamte Fläche auf den Putz gemalt ist und seit Jahren in einem sehr schlechten Zustand ist. Es zeigt angelehnt an den Stil oströmischer Malerei Christus in der Mitte, flankiert von Menschen- und Engelsgestalten. Die Motive und die dabei stehenden Verse entstammen der neutestamentlichen Offenbarung des Johannes. Die Wandmalerei entstand im Jahr 1952 im Zusammenhang mit der Neuausgestaltung des Turmuntergeschosses zum Gedächtnis für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges, deren Namen an den Seiten angebracht wurden. Geschaffen wurde sie von dem Dekorationsmaler Kurt Dittebrandt. Theologisch wird dabei das Geschehen des Krieges mit den Beschreibungen der Leiden der unerlösten Welt, wie sie in der Offenbarung beschrieben werden, bewältigt. Die Verse weisen dabei den Weg in das neue Jerusalem („und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen“), das hinter den Mauern im Kirchenschiff verkündigt wird. Die Restaurierung wurde möglich durch eine Förderung durch das Landesdenkmalamt und der Unteren Denkmalschutzbehörde. Wenn das Wandbild restauriert ist, soll am Volkstrauertag, dem 15. November, eine Andacht in der Vorhalle stattfinden.

Kirchenführerausbildung

„Können wir mal in die Kirche schauen?“. Dies ist ein oft (und auch gern) gehörter Satz in unseren Gemeinden, wenn Besucher durch unsere Gegenden kommen. Die Kirchen sind in der Regel die mit Abstand ältesten Gebäude in unseren Ortschaften und alle sehenswert. Für alle, die ihre Kirchen gern anderen zeigen und erklären, dies bisher schon getan haben oder tun wollen, bieten wir in unserer Region Fortbildungen zum Kirchenführer/in an. Keine unserer Kirchen sieht aus wie die andere, und doch gibt es in alle unseren Kirchen Ähnliches zu finden. Warum gibt es in Kirchen festes Gestühl, Kirchenbänke und nur in Ausnahmen Stühle? Warum ist am Altar fast immer ein Abendmahlsbild zu sehen? Warum befinden sich Grabsteine auch in der Kirche? Welchen Sinn hat eine Sanduhr an der Kanzel oder eine verschließbare Nische in der Wand? Vieles, was wir in den Kirche finden, hat mit dem Gebrauch der Kirche zu tun, wie früher Gottesdienst gefeiert wurde oder wie die Menschen damals zusammenlebten in Bezug auf Mann und Frau, arm und reich. All dies spiegelt sich in unseren Kirchen wider. Wer Interesse hat für die Kirchenführerausbildung, melde sich bitte bei:

Pfr. Dr. Schönfeld, Wiesenburg,

Tel.: (033849) 50290 E.mail: pfarramt-wiesenburg@ekmb.de

 

Kirchenbücher

Sie sind das Gedächtnis unserer Orte: Die Kirchenbücher. Seit Jahrhunderten werden hier Taufen, Trauungen und Beerdigungen eingetragen und erlauben uns so einen Blick in die Vergangenheit.

Register mit Taufeinträgen gibt es schon vereinzelt seit dem 15. Jahrhundert, aber erst seit der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg 1648 sind sie meist lückenlos vorhanden. Ab dem 19. Jahrhundert gibt es Vordrucke mit Tabellen, davor wurde einfach Zeile für Zeile eingetragen. Bis 1876 der Staat in Deutschland mit der Personenstandsgesetzgebung die Aufzeichnung übernahm, waren und sind Kirchenbücher bis dahin oft die einzigen Dokumente über die Lebensstationen von Menschen. Da auch stets die Angehörigen eingetragen wurden, ermöglichen es uns Kirchenbücher, Stück für Stück, unsere Vorfahren herauszufinden.

Darüber hinaus geben die Kirchenbücher oft Einblicke in das Leben in vergangenen Zeiten. So können wir schon auf den ersten Blick sehen, dass die Kindersterblichkeit erschreckend hoch war. Im Wiesenburger Kirchenbuch findet sich beispielsweise von 1813 zwei Seiten, in denen verzeichnet ist, dass zwischen Juli und Oktober zwanzig Kinder gestorben sind, die meisten an der Ruhr. Oder ab August 1914 wurde in jeder Seite eine extra Rubrik eingerichtet. „Im Kriege gefallen“, oft mit näheren Angaben zu den Menschen, die uns sonst nur auf Gedenktafeln mit Namen überliefert sind.

 

Regelmäßig erreichen uns heute im Pfarramt Anfragen von Personen, die zum Teil weit weg wohnen, aber ihre Vorfahren hier ermitteln wollen. Es wäre schön, wenn wir diese Anfragen beantworten könnten. Wer hätte Interesse, sich dazu in die Kirchenbücher einzulesen – und dabei noch nebenbei viel über die Vergangenheit unserer Orte zu erfahren? Vorraussetzung ist eigentlich nur, sich etwas mit der altdeutschen Schrift vertraut zu machen. Nähere Auskunft dazu auch im Pfarramt in Wiesenburg.

(Fotos: Kirchenbucheintragung von 1726 und 1813)

 

 

 






 

 
 
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